Was ist PROFI?

PROFI steht für „Programm für Innovation“ und ist das zentrale Landesförderprogramm Hamburgs für Forschung und Entwicklung. Umgesetzt wird es durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank, kurz IFB Hamburg. Ziel ist es, die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Hamburger Unternehmen zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. Gefördert werden Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung mit einem Zuschuss.

Welche Module gibt es?

PROFI ist in fünf Module gegliedert, die sich nach Art und Zuschnitt des Vorhabens unterscheiden.

Modul

Wofür

PROFI Standard

FuE-Einzelprojekte Hamburger Unternehmen

PROFI Transfer

FuE-Kooperationen mit Hamburger Hochschulen oder Forschungseinrichtungen

PROFI Transfer Plus (EFRE)

Verbundprojekte von KMU und Wissenschaft in den Hamburger Zukunftsfeldern

PROFI Umwelt / Umwelt Transfer

FuE-Vorhaben für Klima- und Umweltschutz

PROFI Impuls

gesellschaftliche Innovationen über zeitlich befristete Aufrufe

Das Modul Transfer Plus wird zusätzlich aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und der Hamburger Wirtschaftsbehörde kofinanziert. Die einzelnen Module, ihre Förderquoten und Höchstbeträge behandeln wir gesondert.

Wer kann PROFI nutzen?

Voraussetzung ist ein Hamburger Bezug: Das Unternehmen braucht eine Betriebsstätte in Hamburg, und das Vorhaben muss in Hamburg durchgeführt werden. PROFI Standard und Transfer stehen Unternehmen aller Größen und Branchen offen. Transfer Plus richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die im Verbund mit einer Hamburger Hochschule oder Forschungseinrichtung forschen. Unternehmen in Schwierigkeiten sind ausgeschlossen. Die genauen Voraussetzungen je Modul behandeln wir gesondert.

Wie hoch ist die Förderung?

PROFI fördert mit einem Zuschuss, dessen Höhe von der Unternehmensgröße und der Art der Forschung abhängt. Für Unternehmen liegt die Quote in der Regel zwischen 25 und 55 Prozent der förderfähigen Kosten, für die nichtwirtschaftliche Tätigkeit einer Forschungseinrichtung sind bis zu 100 Prozent möglich. Der Förderhöchstbetrag richtet sich nach Modul: bis 500.000 Euro bei Einzelprojekten, bis 1 Million Euro bei Kooperationsprojekten und bis zu 2 Millionen Euro je Kooperationsprojekt im EFRE-Modul Transfer Plus. Beim Modul Impuls liegen die Quoten höher, bei gemeinnützigen Trägern bis zu 100 Prozent. Die genauen Quoten und Höchstbeträge je Modul behandeln wir gesondert.

Wie läuft die Antragstellung?

Das Verfahren hat zwei Stufen. Zuerst reichen Sie eine Projektskizze ein, die die IFB Hamburg fachlich prüft und in einem gemeinsamen Gespräch mit Ihnen erörtert. Diese Vorabberatung ist kostenfrei. Nach einer positiven Einschätzung folgt der Vollantrag, über den die IFB-Vergabekommission für Innovation nach dem Prinzip der Bestenauslese entscheidet. Mit dem Vorhaben darf erst nach der Bewilligung begonnen werden. Im Vergleich zu den Bundes- und EU-Programmen ist das Verfahren kurz und planbar; die Einzelheiten behandeln wir gesondert.

Wie passt PROFI in eine Förderstrategie?

PROFI entfaltet seinen Wert vor allem als Landesergänzung. Es eignet sich gut, um ein abgegrenztes, in Hamburg durchgeführtes Arbeitspaket zusätzlich zur Bundes- oder EU-Förderung zu finanzieren, oder als Brücke, solange eine größere Förderung noch nicht bewilligt ist. Die kurze Bewilligungsdauer und die lokale Beratung sind dabei die eigentlichen Stärken. Wichtig ist die saubere Trennung der Kosten, wenn PROFI neben anderen Programmen oder der Forschungszulage genutzt wird; diese Verzahnung behandeln wir gesondert.

Häufige Fragen

Wer steht hinter PROFI?

Die Freie und Hansestadt Hamburg, umgesetzt durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank.

Brauche ich einen Hamburger Standort?

Ja. Erforderlich sind eine Betriebsstätte in Hamburg und die Durchführung des Vorhabens in Hamburg.

Welches Modul passt zu einem forschenden Start-up?

Häufig Transfer oder Transfer Plus, also die Kooperation mit einer Hamburger Hochschule oder Forschungseinrichtung. Transfer Plus ist an die Hamburger Zukunftsfelder gebunden.

Wie hoch ist die Förderquote?

Für Unternehmen in der Regel zwischen 25 und 55 Prozent, abhängig von Größe und Forschungsphase; für die nichtwirtschaftliche Tätigkeit einer Forschungseinrichtung bis zu 100 Prozent.

Kann ich PROFI mit Bundes- oder EU-Förderung kombinieren?

Ja, solange nicht dieselben Kosten doppelt gefördert werden. Eine saubere Kostentrennung ist erforderlich.

Unsere fachliche Einschätzung

PROFI ist für Hamburger Vorhaben ein attraktives Instrument, dessen Stärke weniger in der Höhe als in der Geschwindigkeit und Planbarkeit liegt. Aus unserer Sicht spielt das Programm seine Vorteile am besten als gezielte Ergänzung aus: Wer ein klar abgegrenztes Hamburger Arbeitspaket über PROFI finanziert und die größeren Linien über Bundes- oder EU-Programme abdeckt, nutzt die kurze Bewilligung und die lokale Beratung, ohne sich auf den Förderhöchstbetrag eines einzelnen Programms zu beschränken. Zwei Punkte gehören dabei früh geklärt: die Wahl des passenden Moduls, insbesondere ob ein Vorhaben in die Zukunftsfelder des EFRE-Moduls fällt, und die saubere Abgrenzung der Kosten gegenüber parallelen Förderungen.

Konkrete Handlungsschritte

Prüfen Sie, ob Sie eine Betriebsstätte in Hamburg haben und das Vorhaben dort durchführen.

Ordnen Sie Ihr Vorhaben dem passenden Modul zu, einzelbetrieblich oder im Verbund.

Klären Sie bei Transfer Plus, ob Ihr Thema in die Hamburger Zukunftsfelder fällt.

Nutzen Sie die kostenfreie Vorabberatung der IFB Hamburg vor der Skizze.

Grenzen Sie die Kosten sauber ab, wenn Sie PROFI neben anderen Programmen oder der Forschungszulage nutzen.

Rechtsstand: Juni 2026.

Perfektion ist planbar.

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